100 % Schlachtdatenerfassung
in der Basis- und Vermehrungsstufe

Bei der HAG ® hat die intensive Züchtung auf Fruchtbarkeit erste Priorität. Um die Gesamtwirtschaftliche Nachhaltigkeit der Datengrundlage für die Zuchtwertschätzung der Mast- und Schlachtleistung noch stärker abzusichern, hat die HAG ® als erstes Unternehmen die Feldprüfung bei allen Vermehrungskastraten umgesetzt.

Erfassung der Schlachtdaten in der PraxisIn Zusammenarbeit mit der Universität Bonn, dem Schweinezuchtverband Baden-Württemberg, der
GFS Ascheberg und InfoSys wurde das Prüfsystem abgestimmt. Seit Dezember 2006 werden sämtliche Kastrate am 7. Lebenstag mit Transpondernummer gekennzeichnet.

Im Stall werden aus einer vorgegebenen Liste die Sau ausgewählt und die Transpondernummer jedes dazu gehörigen Ferkels eingelesen. Weiterhin werden das Geschlecht, die Geburtsgewichte, Zitzenzahl und eventuell auftretende Anomalien erfasst. Dazu werden vor der Kennzeichnung alle
Sauenplanerdaten auf das Lesegerät „Psion“ gespielt.

Schlachtdatenerfassung - MastleistungNach dem Absetzen mit 22 Lebenstagen erfolgt die weitere Aufzucht in den beiden nachgelagerten Mastbetrieben Norbert Haselhorst in Lippstadt und Joachim Deitert in Hamm. Beide Betriebe werden im wöchentlichen Wechsel kontinuierlich beliefert. Nach abgeschlossener Mast werden die Vermehrungskastrate in Rheda-Wiedenbrück bei Tönnies sowie bei der Westfl eisch in Hamm geschlachtet. Dort werden die Transpondernummern der Mastschweine direkt an der AutoFOM-Wanne erfasst und in einem Datensatz, gemeinsam mit den Klassifi zierungsdaten, in der Schlachthof-EDV abgelegt. Die Daten werden dort am nächsten Tag an InfoSys übermittelt und stehen für weitere Auswertungen zur Verfügung. Parallel dazu liegt von jedem Einzeltier die Mastleistung vor. In dem Zeitraum von Juni 2007 bis Juni 2008 wurden so bereits die Daten von 7.554 Vermehrungsbörgen erfasst, die in der Übersicht dargestellt sind. Die Tiere erreichen eine mittlere Nettolebenstagszunahme in Höhe von 492 g sowie einen Muskelfl eischanteil im Bauch in Höhe von 42,25 %, bei einem durchschnittlichen Schlachtgewicht von 95,62 kg.