Züchtergemeinschaft Tepasse und Breul
Seit 2001 arbeiten auch die Betriebe Tepasse und Breul mit der HAG ® - Genetik aus dem Betrieb Maria Budde, wobei Alfons und Christian Tepasse bereits seit 1975 Erfahrung in der Jungsauenproduktion haben. In ihrem Betrieb in Bocholt-Barlo werden 300 Zuchtsauen der Rasse Deutsches Edelschwein gehalten, die mit Landrasse-Ebern angepaart werden.
24,0 Ferkel je Sau und Jahr bei einem durchschnittlichen Gewicht von etwa 6,9 kg werden abgesetzt. Alle Ferkel der 300 Zuchtsauen werden im eigenen Betrieb aufgezogen. Zusätzlich werden 45 ha lw. Fläche bewirtschaftet, auf denen Mais und Getreide angebaut werden. Nach den jetzigen betrieblichen Möglichkeiten ist es Alfons und Christian Tepasse wichtig, möglichst viel eigenes Getreide zu verfüttern. Deshalb werden auch nur Rohkomponenten zugekauft und alle Mischungen in der eigenen Mahl- und Mischanlage hergestellt.
Im Jahr 2005 wurde dann eine 250 kw Biogasanlage gebaut, in der NaWaRo Mais als zusätzliches Gärsubstrat vergärt wird. Die Abwärme wird zur Heizung der Ferkelaufzucht und Zuchtsauenställe genutzt.
Alle weiblichen Zuchtläufer werden mit etwa 25 kg zum Jungsauenaufzuchtbetrieb Breul in Sendenhorst-Albersloh gebracht. Nachdem die Zuchtläufer etwa 6 Wochen in 20er Gruppen
aufgezogen sind, werden sie mit etwa 120 Tagen noch einmal in 8er – 10er Gruppen umgestallt. Selektiert werden die Tiere dann mit ca. 180 Tagen von einem unabhängigen Selekteur. Hierbei wird neben der Tageszunahme auch auf das Exterieur besonderen Wert gelegt. Insbesondere wird auf stabile Fundamente der Jungsauen geachtet, um eine langlebige Sau an den Kunden ausliefern zu können.
Anhand von Gewicht und Lebensalter werden die einzelnen Gruppen nach den individuellen Wünschen der Kunden zusammengestellt und mit dem Jungsauenfahrzeug der HAG ® oder dem betriebseigenen Fahrzeug an die Kunden ausgeliefert.
Paul und Dirk Breul bewirtschaften ca. 55 ha lw. Fläche. Sie bauen Gerste, Weizen und Mais an, wobei alle produzierten Futtermittel auch im Betrieb Breul selbst verfüttert werden. Lediglich Rohkomponenten und Mineralfutter werden zugekauft, so dass vor allem bei Weizen immer auf eventuell zu hohe Mycotoxingehalte geachtet werden kann. Zusätzlich wird das Getreide auf Mycotoxine untersucht, um neben langlebigen auch fruchtbare Jungsauen ausliefern zu können.
Alfons und Christian Tepasse und Paul und Dirk Breul sehen die partnerschaftlichen Möglichkeiten innerhalb des heutigen HAG ® - Konzepts und werden sie auch zukünftig zum Erfolg ihrer Betriebe nutzen.